Montag, 5. Dezember 2016

Geschenktip: Kinfolk Home - ein Buch über entschleunigtes Wohnen und meine persönlichen Gedanken dazu.

Fehlt Euch noch eine Idee für ein Weihnachtsgeschenk? Dann würde ich Euch wärmstens die deutsche Ausgabe des Kinfolk Home Buches vom Knesebeck Verlag ans Herz legen.  Auch wenn das Buch schon im Sommer diesen Jahres erschienen ist, erzähle ich Euch gerade jetzt zu der unruhigen Weihnachtszeit, in der Entschleunigung so weit in der Ferne ist, was es mit dem Prinzip des Slow Living auf sich hat. 

Dieses Buch fasst in unterschiedlichen Homestorys und Essays wunderbar zusammen, was es benötigt, um ein Zuhause zu schaffen, in dem es vor allem um die Idee des entschleunigten Wohnens geht. Die Interviewten zeigen mit den Einblicken in ihre vier Wände, welche ihrer persönlichen Überzeugungen ihr Wohnstil prägt und auch welchen Einfluß ihr Wohnstil auf ihre Überzeugungen hat.

Nathan Williams spricht mir mit seinen einführenden Worte von der Seele und trifft genau meine Art und Weise zu leben und mein Verständnis von zu Hause:

"Somit ist ein Zuhause nicht bloß eine materielle Konstruktion, sondern auch ein Konstrukt aus unseren Überzeugungen. Ein Haus sollte das Herz den Kern und das Fundament unserer Werte widerspiegeln"


Beim Prinzip des Slow Living geht es nicht um einen bestimmten Stil, sondern vielmehr um die eigene Auffassung vom Wohnen. Wohnen bedeutet Geborgenheit, Identifikation und Rückzug in einem. Es geht darum, die eigenen vier Wände so zu gestalten, dass sie in ihrer Funktion unserem Leben und unseren Lebensvorstellungen entsprechen. 

Wenn ich das nun auf mich und unseren Wohnstil beziehe, habe ich schon immer auf viel Besitztum verzichtet. Ich fühlte mich schon immer wohler, wenn ich nur das um mich herum habe, was mir wirklich wichtig ist und Unnützes, nicht Gebrauchtes habe ich schon immer gerne aussortiert. Dieser Prozess ist aber nie wirklich zu Ende meiner Meinung nach, denn es ist immer wieder wichtig, sich darüber klar zu werden, ohne was wir einfach nicht leben können. 



Ein Zuhause ist aber auch ein geselliger Ort, in dem Menschen zueinder finden, miteinander leben, glücklich und traurig sein dürfen. Ein Ort, der Gemeinschaft stiftet. Bei uns ist die Gemeinschaft die Familie und unser Wohnen wurde sehr von ihren Bedürfnissen beeinflusst. 

"Kinder zu haben verändert ein zu Hause nicht nur es revolutioniert es"

So heißt es im Essay The Kids are alright (S. 119). Auch wenn ich manchmal Stunden damit verbringe Dinge zu suchen, die nicht an ihrem Platz sind, weil die Kinder sie für ihre Phantasiewelten benötigt haben, kann ich den Worten Margaret Everton nur zustimmen. Am Ende eines jeden Tages, macht mich genau das glücklich. Wir schaffen Platz für eine "kindliche Lebensfreude", so hängt seit kurzem auch in unserem Wohnzimmer eine Schaukel, im selbstgebauten Regal wurde Platz gemacht für das Holzspielzeug meiner Tochter und auch die Bücher meines Sohnes haben einen Platz in der Küche gefunden.



Es ist aber auch meine Auffassung von Wohnen, dass ein Haus bzw. ein zu Hause sich stetig ändern darf. Hier teile ich die Grundidee aus dem Interview von Amy Woodroffe (S. 165), welches wirklich sehr lesenswert ist.  

"Ein entschleunigter Lebensstil bedeutet, sich Zeit zurückzuerobern und sie so zu verbringen, wie es einen glücklich macht."

Nathan Williams schafft es auf über 340 Seiten das Lebensgefühl des Slow Living unglaublich gut zu veranschaulichen und zugleich wirkt es durch die Einblicke und Erfahrungen der Portraitierten inspirierend. Darüberhinaus stecken in dem Buch wertvolle Tips, zum Beispiel für alle die keinen grünen Daumen haben oder für diejenigen oder wie die Jahreszeiten Einfluß auf unser Wohngefühl haben können. Saisonale Veränderungen in den eigenen vier Wänden sollte man sich durchaus bewußt machen (S.349):

"Sich der saisonalen Verschiebungen bewusst zu sein hebt die Architektur über reine Schönheit und Funktion hinaus - es erfolgt eine symbolische Beziehung , bei der Haus und Bewohner einander beständig beeinflussen". 




So wahr, denn heute an einem sehr kalten Tag, haben wir es uns zu Hause gemütlich gemacht, Leckereien gebacken, den Duft der Tannen und Honigkerzen genossen und zu klassischen Weihnachtsliedern getanzt. Dass an sich ist keine Besonderheit, es sich aber bewußt zu machen, führt dazu, dass wir unser Zuhause besonders gut verstehen können. In diesem Sinne, habt eine wunderschöne vorweihnachtliche Zeit und geniesst die Stunden mit Eurer Familie.

Freitag, 25. November 2016

DIY Adventskranz

Auf Instagram hatte ich es ja schon angekündigt. Dieses Jahr ist unser Adventskranz selbst gebunden und hier gibt es ein kurzes DIY dazu. Ich kann mich erinnern, dass ich das früher, in meiner Jugend regelmäßig gemacht habe. Nun hatten wir auch viele Tannen in unserem Garten, so dass es sich wirklich nicht gelohnt hat, einen Kranz zu kaufen. 

Tannen habe ich leider in meinem Garten keine Einzige. Aber vor kurzem hat meine Nachbarin ihre Eibe gefällt, so dass ich hier ein paar Zweige abbekommen habe. Auf dem Markt, bei meinem neuen Lieblingsstand, habe ich dann ein paar Zweige Eukalyptus besorgt und los konnte es gehen, das fröhliche Binden. Wer übrigens keinen Eukalyptus findet, der kann auch auf Efeu zurückgreifen.

Ihr benötigt dazu eine gute Schere und grünen Blumendraht. Da ich mich bewusst für einen selbstgebundenen Kranz entschieden habe, verzichte ich auch bewusst auf einen Rohling, denn so wirkt er schön wild und natürlich. Zunächst habe ich immer kleine Sträuße aus Tanne, Eibe und Eukalyptus gebunden.



Diese kleinen Sträuße werden dann an den Enden miteinander verbunden, so dass eine Girlande entsteht. Dabei müssen die Sträuße immer in die selbe Richtung ausgerichtet werden.



Die Größe des Kranzes ist Euch selbst überlassen. Da wir aber einen sehr großen Tisch haben, habe ich mich auch für einen großen Kranz entschieden. Sobald die erwünschte Größe erreicht ist, wird die Girlande in eine runde Form gelegt und die beiden Enden miteinander verbunden. 

Ich habe den Kranz in eine große runde Holzschale gelegt, es würde aber auch ein Tortenteller oder eine große Glasplatte ausreichen. Dieses Jahr haben wir uns für eine einige Kerze entschieden, da ich in den letzten Jahren immer so viele Kerzenreste entsorgen musste.  Dass ist aber jeden selber überlassen und Geschmacksache. 


Das Binden hat wirklich nicht lange gedauert und wer keine Zeit hat sich einen Kranz zu besorgen, der kann einfach in den Wald gehen oder das zum Binden benutzen, was im Garten so wächst. 

Habt eine feine Adventszeit!

Montag, 21. November 2016

Weihnachten: quiet and simple

Dieses Jahr mag ich es einfach und dezent zu Weihnachten. Wie schon im Herbst, ist es mir wichtig, der Natur eine Bühne zu geben. Und was kann die Natur zu einer weihnachtlichen Stimmung beitragen? Eine Menge! Tanne, Beere und Holz findet ihr im Wald, im Garten oder auch beim Floristen. Mit ihnen lässt sich wunderbar dekorieren und schmücken. Kerzen aus Bienenwachs, Duft einer Orange, mit Nelken und Zimt. Dazu ein Glühwein und die Weihnachtsstimmung im Haus ist perfekt. 

Zudem fördert es ein nachhaltiges Konsumverhalten. Ich frage mich immer wieder, ob es wirklich sein muss, jedes Jahr die Weihnachtsdekoration dem neuesten Trend anzupassen. Mittlerweile habe ich meine Basics und füge gerne Blumen, Tannen und alles was mich an Weihnachten erinnert und ich in der Natur finde, dazu.

Dieses mal habe ich mich für einen kleinen, halbgebundenen Kranz entschieden. Er ist so einfach, dass es eigentlich keiner DIY Anleitung bedarf.



Montag, 14. November 2016

The Obstacle is the Way - ein persönliches Fazit der Blogst 2016

Zwei Tage, 10 Vorträge und 3 Workshops später, brennt es mir unter den Nägeln, meine Gedanken und mein Denken über das Bloggen niederzuschreiben. Dabei sei gleich gesagt, ich werde hier nicht jeden Vortrag inhaltlich wiedergeben. Dazu findet ihr sicherlich einige tolle Vorträge im Netz. Vielmehr geht es mir hier darum, was ich für mich und für meinen Blog aus der Blogst 2016 mitnehme. 



Sonntag, 13. November 2016

Glücksfund

Es ist mal wieder Zeit für meine Lieblingskolumne Glücksfund. Zur Erinnerung, hier dreht sich alles um glückselige Funde von kleinen und großen Schätzen im Interiorbereich im realen Leben. Ihr kennt bestimmt auch diese Geschichten:  das midcentury Sideboard, das die Freundin auf dem Sperrmüll gefunden hat oder die tolle Lampe, die die Kollegin von ihrer Oma geschenkt bekommen hat. Dass sind genau die Geschichten, die ihr mir und allen hier erzählt. Also, vielleicht habt ihr ja auch so eine tolle Gesichte mit einem Eurer liebsten Möbelfunde. Erzählt sie, zeigt sie, pinnt sie und zaubert damit zugleich ein bisschen individuelle Möbelliebe in die Interiorwelt.




Mittwoch, 2. November 2016

Blättergirlande

Nein, hier ist noch nicht Weihnachten. Hier gibt's erst mal noch ne ordentliche Portion Herbst. Der November ist so grau und dunkel, da kommen ein paar farbenfrohe Blätter zur rechten Zeit. Gerade jetzt strahlen die Bäume in unglaublich himmlischen Farbnuancen und obwohl ich kein Fan von Rottönen in meinen vier Wänden bin, diesen Monat mache ich eine Ausnahme.